Thordis Ruppio

Heilpraktikerin

Im Einklang mit der Natur

Thordis Ruppio

Heilpraktikerin

Im Einklang mit der Natur

Was ist Hypnose
und
Was kann Hypnose?

Wenn Sie denken, dass Sie noch nie im Leben hypnotisiert waren, dann irren Sie sich.
Zum Beispiel, wenn Sie mit einem Zug fahren und auf die monotonen Rädergeräusche hören, wenn Sie dabei hinter dem Fenster Ihres Abteils die Landschaft vorbeiziehen sehen, ohne auf irgendein Detail zu achten, dann sind sie schon in Trance.

Mann sitzt im Zug und schaut aus dem Fenster

Hypnose während der Autofahrt?

Noch gravierender wird es beim Autofahren.
Eine lange, gerade Straße,
Sonnenlichtreflexe zwischen den Bäumen,
monotone Landschaft,
während unsere Augen die Fahrbahnmarkierungen fixieren.
All das verursacht, dass unser Gehirn beginnt, Alpha-Wellen zu produzieren.
Obwohl der Autofahrer mit offenen Augen am Steuer sitzt, befindet er sich nach einiger Zeit in einem veränderten Bewusstseinszustand.
Sehr oft wird dieser Zustand mit „Schlaf am Steuer“ verwechselt (was es natürlich auch gibt).
Wir sehen schon, dass die Monotonie-Falle uns auf ganz natürliche Weise in einen Trance-Zustand führen kann.
Auch kurz vor dem Einschlafen, wenn schon erste hypnagoge Traumbilder unser Bewusstsein erreichen, treten ähnliche Trance-Zustände auf.

Wer hat Angst vor Hypnose?

Fast jeder.
Deshalb ist es wichtig über diese Methode gut informiert zu sein, um zu wissen,
was man alles damit erreichen kann und was nicht.
Einen guten Therapeuten erkennen Sie daran, dass Sie darüber aufgeklärt werden, und er wird niemals eine Therapie bei Ihnen beginnen, ohne vorher mit Ihnen ausführliche Gespräche geführt zu haben.
Auch eine vollständige medizinische Anamnese ist unbedingt erforderlich, da es auch einige Kontraindikationen gibt.
Viele Menschen glauben auch Hypnose sei etwas, was mit ihnen geschieht.
Das ist falsch.
Hypnose ist eine Methode und der Bewusstseinszustand, in den der Mensch bei Anwendung dieser Methode gerät, heißt Trance.
Derartige Trance-Zustände können nicht nur durch Hypnose, sondern auch durch andere Verfahren ausgelöst werden, z.B. in Situationen wie am Anfang beschrieben.
Ein Trance-Zustand als solches ist also weder etwas Bedrohliches, noch etwas Unnatürliches.

Hypnose ist konzentriertes Bewusstsein

Trance-Zustände sind im Grunde Zustände konzentrierter Bewusstheit.
Sie können mit unbegrenzter oder erhöhter Bewusstheit einhergehen.
Man kann die Methode zur Einleitung eines Trancezustandes in zweit Kategorien einteilen:

Therapeutische Anwendung von Hypnose

Mit Hilfe von Hypnose lassen sich nahezu alle autonom ablaufenden Prozesse des menschlichen Körpers beeinflussen, z.B. die Verdauung, die Tätigkeit von Hormondrüsen oder die Funktion des Immunsystems.
Weitere Anwendungsgebiete der Hypnose sind die Schmerzbehandlung und Suchttherapie (z.B. Alkohol, Raucherentwöhnung …)
Sie wird mittlerweile auch bei der Entbindung eingesetzt, sowie zur unterstützenden Behandlung bei der Krebstherapie.
Neben der psychosomatischen Medizin liegt eine weitere wichtige Anwendung der Hypnose im Bereich der analytischen Psychotherapie.
Schon Singmund Freud wusste, dass der Mensch durch Hypnose Zugang zu verschütteten Erinnerungen aus der Kindheit erhält, die auf diese Weise wieder erinnert und verarbeitet werden können.
Eine dritte Anwendungsmöglichkeit entstammt der modernen Verhaltenstherapie.

In der Hypnose lässt der Therapeut seinen Patienten charakteristische Alltagssituationen visualisieren und ermutigt ihn dann, in diesen Situationen auf neue, selbstbewusste Art zu reagieren. Dadurch werden Verhaltensweisen auf ungefährliche Weise im geschützten Bereich des Therapiezimmers eingeübt, ehe der Betreffende in der Realität anwenden muss.
Wir sehen schon, die Hypnose ist an sich noch kein Therapieverfahren, eher ein Coaching, und ein Werkzeug, mit dem die unterschiedlichsten Therapeutischen Maßnahmen ermöglicht werden, von der psychosomatischen Medizin bis hin zur stützenden Psychotherapie und hypnotischen Analyse.
Es liegt vornehmlich an den Zielen des Therapeuten und nicht zuletzt an seiner Erfahrung, seinem Geschick und seinem Wissen, wie er dieses Werkzeug in einem speziellen Fall einsetzt.
Besonders bei unerklärlichen Angst- und Panikzuständen kann die Therapeutische Hypnose zur Klärung der Ursachen und dann,
im zweiten Schritt,
zur Auflösung der Ängste beitragen.

Suggestion und Biofeedback

Die Medizin kennt schon seit einiger Zeit den merkwürdigen Effekt, dass der Bewusstseinszustand eines Menschen durch das bloße Sprechen von Worten tief greifend verändert werden kann.
Es wird ein Zustand erreicht, den man als Trance beschreibt und der etwa an der Grenze zwischen Wachen und Schlafen angesiedelt ist.
In Anlehnung an das griechische Wort hypnos nannte man dieses Verfahren Hypnose.
Bei der Hypnose übt der Hypnotiseur keinerlei „Macht“ auf den Menschen aus, er „programmiert“ ihn nicht um und „zwingt“ ihm auch nicht irgendetwas auf.
Dies gilt zumindest für die moderne Hypnosetherapie, wie sie von dem amerikanischen Psychiater Milton Erickson begründet wurde.
Die Erickson-Methode arbeitet nicht mehr mit „Befehlen“ des Hypnotiseurs, sondern nutzt die individuelle Bewusstseinsstruktur eines Menschen, um ihm bei der Einleitung eines Trancezustandes zu helfen.
Kurz gesagt:
Nicht der Hypnotiseur „hypnotisiert“ den Menschen, sondern der Mensch tut es selbst und der Therapeut unterstützt ihn nur dabei.
Der moderne Hypnosetherapeut macht dem Menschen zu diesem Zweck auf suggestivem Wege Vorgänge bewusst, die tatsächlich stattfinden, aber außerhalb seines Alltagsbewusstseins liegen (z.B. Schwere in den Gliedern, Müdigkeitsgefühle in den Augen).
Der wichtigste Bestandteil der modernen Hypnose ist also das Biofeedback, das Bewusstmachen von Körperfunktionen.
Das Bewusstsein des Menschen wird nicht umprogrammiert, sondern lediglich verlagert.
Die Persönlichkeitsstruktur bleibt unangetastet.
Es wird dem Menschen nur ein Rahmen geboten, in dem er sich selbst verändern kann.

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